| VEDISCHE ASTROLOGIE
Es gibt viele gute Gründe, sich mit vedischer Astrologie auseinander zu setzen.
1) Die Wurzeln der Astrologie
Wer sich mit den Wurzeln der Astrologie beschäftigt, landet u.a. bei der indischen Astrologie, die in ihrem Herkunftsland "Jyotish" (die Lehre vom Licht) genannt wird. Die zunehmende Verbreitung im Westen erfolgt mehrheitlich unter dem Begriff "Vedische Astrologie". Sie ist Bestandteil der Vedischen Schriften, die auf das Jahr 3900 v. Chr. datiert werden. Persische, arabische, indische und griechische Astrologie haben sich über Jahrhunderte hinweg gegenseitig ausgetauscht und befruchtet, was man an vielen gleichlautenden astrologischen Begriffen erkennen kann.
2) Kontinuierliche Anwendung über mehrere Jahrtausende
Die vedische Astrologie wurde - im Unterschied zur westlichen Astrologie - in ihrer Ganzheit lebendig erhalten, indem sie bereits mehrere Jahrtausende ein anerkannter und damit auch integrierter Bestandteil der indischen Kultur ist. Alle Bereiche des Lebens, wie z.B. die weltlichen, spirituellen, finanziellen, emotionellen, mentalen, persönlichen, familiären und gesellschaftlichen, werden vom Geist der Astrologie durchdrungen und getragen.
3) Spiritualität ist ein wichtiger Bestandteil
In der vedischen Astrologie spielt die spirituelle Ebene eine wichtige Rolle. Als Symbolsprache des Universums dient sie der Entwicklung und Selbsterkenntnis der menschlichen Seele. Mittels der vedischen Astrologie zeigen die großen indischen Rishis (Weisen) den Weg der Bewusstseinserweiterung auf, wie man die vier Lebensziele: Dharma (die Pflichten des Lebens), Artha (den Lebensunterhalt bestreiten), Kama (Befriedigung der Bedürfnisse) und Moksha (Erlösung, innerer Frieden) erreichen kann.
4) Der solare und lunare Tierkreis
Die vedische Astrologie unterteilt den Fixstenhimmel in zwei Tierkreise:
a) Im solaren Tierkreis wird der jährliche scheinbare Weg der Sonne durch die Tierkreiszeichen berücksichtigt, wobei der Fixstern Spica 0 Grad Waage entspricht. Dieser Tierkreis besteht aus 12 gleichgroßen Tierkreiszeichen und wird als siderischer Tierkreis bezeichnet.
b) Der lunare Tierkreis besteht hingegen aus 27 Stationen, den sogenannten Nakshatras, wobei der tägliche Weg des Mondes durch die Fixsternbilder beachtet wird. Der Tierkreis des Mondes ist wesentlich älter als der der Sonne und ist rein indischen Ursprungs. Die indischen Astrologie wird aus diesem Grund auch gerne als Mondastrologie bezeichnet. Durch diese weitere Ausdrucksebene ist eine noch tiefere Interpretation der kosmischen Zeitqualität möglich.
5) Einzigartige Methoden
Zahlreiche einzigartige Methoden der vedischen Astrologie, wie z.B. Yogas (bestimmte planetare Konstellationen), Vargas (Segmenthoroskope), Dashas und Bhuktis (Unterteilung der planetaren Entsprechungen in bestimmte Lebensabschnitte ) ermöglichen die Zeichen der Zeit zu erkennen und für sich zu nutzen. Die Kraft der Edelsteine, Farben, Verhaltensweisen, bestimmter ritueller Handlungen und das Rezitieren von Mantras wird zur persönlichen Harmonisierung eingesetzt. Schließlich ist die vedischen Astrologie seit jeher mit Ayurveda verknüpft.
Mag. Maria Luise Mathis
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